Es ist ein umwerfendes Monument, das den Höhepunkt der portugiesischen Kunst im Jahrhundert der Entdeckungen markiert. Aus diesem Grunde erklärte die UNESCO es zum Erbe der Menschheit. Beachten Sie bei dem zum Tejo hingewendeten Portal, einer Perle der portugiesischen Bildhauerei aus dem 16. Jahrhundert, den milden Ausdruck der Heiligen Jungfrau von Belém, der Schutzpatronin der Seefahrer. In der Mitte hält die Emblemfigur des Infanten D. Henrique, Heinrichs des Seefahrers, ein Schwert.
Sehen Sie auf dem Westportal wie D. Manuel I aussah. Man sagt, dass der Bildhauer ein wirkliches Abbild von ihm geschaffen hat.
Betreten Sie die vollkommendste Saalkirche von Portugal und eine der schönsten in Europa. Lassen Sie sich von diesem erhabenen Raum umgeben, der von feinen, mit filigranen Arabesken verzierten, Säulen getragen wird. Es scheint, als würden sie das ernorme Gewölbe im Himmel schweben lassen.
Vor 500 Jahren stand an diesem Ort eine bescheidene Kapelle, zu der die Seefahrer, die ins Meer aufbrachen und von dort kamen, zum Beten hingingen. D. Manuel machte daraus dieses bewundernswerte Monument, eine Hymne an ihre ewige Ehre und ein Gelübde an die Heilige Jungfrau von Belém für den Erfolg der Reise von Vasco da Gama nach Indien.
Hier wird die Erinnerung an die großen Männer des Zeitalters der Entdeckungen bewahrt: Luís de Camões, der sie in seinem Gedichtepos "Die Lusiaden" glorifizierte, Vasco da Gama, der Entdecker des Seeweges nach Indien, und die Gräber von D. Manuel und seinen Nachfahren.
In dem wunderschönen königlichen Kreuzgang, bewahrt ein kleines Denkmal die Erinnerung an den wichtigsten portugiesischen Dichter des 20. Jahrhunderts: Fernando Pessoa.