Sortelha war Teil der wichtigen Verteidigungslinie, die von verschiedenen Grenzburgen gebildet wurde, deren größter Teil sie auf den Überresten der Castros der alten Iberischen Zivilisationen erbaut worden war. Sein Name stammt von der Beschaffenheit des Geländes aus abschüssigen Felsen, die das Dorf ringförmig begrenzen (Spanisch "sortija").
Der Zugang erfolgt durch ein gotisches Tor, über dem ein Balkon zu sehen ist (Varanda de Pilatos), mit Öffnungen, aus denen die Bewohner im Mittelalter alle Arten von angehmen Objekten auf die Angreifer hinunterwarfen einschließlich kochenden Öls. Beachtenswert ebenso der schöne Richtpfahl, der von der Armillarsphäre gekrönt ist, das Symbol der Regentschaft Dom Manuels I.
sowie das frühere Rathaus, ebenfalls aus der Zeit jenes Portugiesisches Königs. Am Pfosten einer anderen nach Westen zugewandten Tür finden sich zwei Markierungen im Stein, die als Maßeinheiten (die größere ist eine "vara", die kleinere ein "côvado"), den mittelalterlichen Kaufleuten zur Eichung dienten.
Der Zauber dieses Dorfes liegt in seiner mittelalterlichen Atmosphäre, dank der vollständig aus Granit errichteten normalerweise einstöckigen Häuser, die direkt auf den Felsen errichtet wurden und die Beschaffenheit des Geländes begleiten.