Pena-Palast
Der märchenhafte Palast von Pena ist eines der herausragenden Beispiele in Portugal für das Wiederaufleben der Romantik im 19. Jahrhundert.
Der auf dem Monte da Pena gelegene Palast wurde an der Stelle eines ehemaligen Klosters errichtet, in dem Mönche des Hieronymiten-Ordens lebten. Die Pläne für den Bau stammten von Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha, der im Jahr 1836 die Königin Maria II. heiratete. Er verliebte sich in Sintra und beschloss, das Kloster und das umliegende Gelände zu kaufen, um darauf die Sommerresidenz der Königsfamilie zu bauen.
Nach den Wünschen des Königsgemahls entstand hier ein Palast, in dem diverse portugiesische Bau- und Dekorationsstile mit Elementen des damals beliebten Historismus vermischt wurden (Neugotik, Neumanuelinik, Neurenaissance und maurische Stilformen). Um das Schloss herum ließ Ferdinand einen herrlichen englischen Park anlegen, in dem die unterschiedlichsten exotischen Baumarten wachsen.
Zu den Innenräumen, deren Ausstattung den Geschmack der einstmals hier wohnenden Könige widerspiegelt, zählt auch die Kapelle mit einem prächtigen Alabaster-Altar, der Nicolau Chanterenne, einem der Baumeister des Hieronymusklosters in Lissabon, zugeschrieben wird. Ebenfalls sehenswert sind die Wandmalereien in Trompe-l’oeil-Technik sowie der Fliesenschmuck.
In einem der Flügel des Palastes ist heute ein Restaurant eingerichtet, von dem man einen herrlichen Blick über das Sintragebirge bis zur Küste genießt. |