Beginnen Sie mit dem Azulejo-Museum, das sich in den Kreuzgängen der Kirche Madre de Deus befindet. Mit seiner umfangreichen Sammlung vielfarbiger Fließen, die von Reproduktionen alter Stiche bis hin zu Illustrationen des Alltagslebens und religiösen Szenen reichen, zeichnet das Museum die gesamte Entwicklung der Azulejo-Kunst nach. Unbedingt sehenswert ist ein weißblaues Wandbild von unschätzbarem Wert, das eine Panoramaansicht Lissabons aus der Zeit vor dem Erdbeben von 1755 darstellt.
Ziehen Sie nun weiter, ins Bairro Alto, wo Sie in der Jesuitenkirche São Roque wundervolle Wandverkleidungen aus Majolika-Fließen bewundern können.
Nehmen Sie dann die Gelegenheit zu einem Mittagessen wahr. Wir schlagen die Cervejaria Trindade vor, deren Innenwände mit Azulejos aus dem 19. Jahrhundert des verkleidet sind, die aus der Werkstatt des "Ferreira das Tabuletas" stammen.
Vom selben Künstler ist ganz in der Nähe des Lokals auch die reich verzierte, in Organgetönen gehaltene Fassade eines Gebäudes am Largo Rafael Bordalo Pinheiro zu bewundern.
Überaus schöne Azulejos erwarten Sie auch im Fronteira-Palast mit seinen Gärten, der im Stadtviertel Benfica liegt. Hier reichen die Motive von Schlachten, insbesondere Szenen aus dem Krieg zur Wiederherstellung der portugiesischen Unabhängigkeit (Restauração), bis hin zu Affen, die auf Trompeten spielen.
Zur Besichtigung der genannten Orte schlagen wir die Benutzung der U-Bahn vor, denn in Lissabon sind auch die Wände der Metrostationen mit Azulejos verkleidet, die hier allerdings von zeitgenössischen Künstlern stammen.