Aufgrund seines reichlichen Vorhandenseins im Norden des Landes ist der Granit das vorherrschende Bauelement der portugiesischen Romanik. Seine extreme Härte brachte es mit sich, dass man schlichte Formen und Dekorationsmuster entwickelte, die zumeist Säulen und die Bogenläufe der Portale zieren. Gute Beispiele dafür findet man etwa in den Kirchen S. Pedro de Rates (Póvoa de Varzim), S. Pedro (Paredes de Coura) oder S. Salvador de Bravães (Ponte da Barca).
Da die Romanik in die Epoche der Gründung des Königreiches Portugal fällt, spiegeln viele der Bauwerke die häufig instabilen Verhältnisse der damaligen Zeit wider. Zeugnis davon legen die oft festungsartigen Kathedralen ab, wie sie uns beispielsweise in Gestalt der Sé (=Kathedrale) von Porto oder derjenigen von Braga begegnen.
Besichtigen Sie Guimarães, die alte Hauptstadt und Wiege des Königreichs (heute Weltkulturerbe), danach Braga, das seit dem 16. Jh. das religiöse Zentrum des Landes ist, und schließlich Viana do Castelo, das seine Blüte im Zeitalter der Entdeckungen erlebte. Übernachten Sie in einem der zahlreichen Häuser, die das Gütesiegel "Turismo de Habitação" führen dürfen - vornehme und altehrwürdige Herrenhäuser aus Granit, wo Sie nach allen Regeln der traditionsreichen portugiesischen Gastfreundschaft Aufnahme finden.