Von diesen archäologischen Plätzen ist die ländliche Tradition des Alentejo gezeichnet.
Die "Villa" von Pisões hat eine typisch römische Architektur und wurde um einen Innenhof mit Säulengang herum erbaut. Unweigerlich wird man hier aus der eigenen Zeit enthoben und man ist versucht, sich das alltägliche Leben der früheren Bewohner vorzustellen, welche Hände diese Mauern einst berührten und von welchen Gefühlen sie getragen wurden.
Diese Ruinen gehörten zu einem wichtigen Landwirtschaftsbetrieb, der die Stadt Pax Julia, oder Beja vom 1. bis 4. Jahrhundert, mit Nahrungsgütern versorgte. Deutlich sichtbar ist noch die Einteilung der "pars urbana", des Wohnbereichs der Eigentümer. Im Teil der "pars rustica" und der "pars fructuaria" sind sowohl die Unterkünfte der Arbeiter als auch die Lagerräume für das Getreide noch erkennbar.
Nur aus Zufall wurde die "Villa" im Jahre 1967 bei Landwirtschaftsarbeiten entdeckt. Allein die ein- und vielfarbigen Mosaiken mit ihren geometrischen und natürlichen Motiven sind schon ein ausreichender Grund für den Besuch von Pisões. Sie sind in den wichtigsten der über 40 Räume der "pars urbana" zu finden. Das gesamte Gelände befindet sich auf der Herdade de Algramaça, nur wenige Kilometer von Beja entfernt.
In der Umgebung sollten Sie sich auch die römische Staumauer ansehen, die in früheren Zeiten das Wasser für die herrlichen Thermen gespeichert hat. Hier gibt es auch einen extrem gut erhaltenen "hipocausto" (eine unterirdische Struktur zur Beheizung) und ein beeindruckendes Schwimmbecken mit olympischen Ausmaßen.