Die Inseln besitzen eine Jahrhunderte alte Fischereitradition, wenn auch fast immer nur auf lokaler Ebene. Aus diesem Grund ist auf allen Inseln die Frische der Fische eine Ehrensache. Versäumen Sie nicht die Gelegenheit, prächtige Fische und Meeresfrüchte zu schlemmen, ein weiteres Exlibris der Inseln. Auf den Azoren gibt es Meeresfrüchte, die man an keinem weiteren Ort der Erde mehr findet, wie die Cracas oder den Cavaco, eine Art zarter, sehr wohlschmeckender Languste.
Bei den Fleischgerichten gibt es verschiedene, die typisch azorianisch sind: das Cozido das Furnas ist schlichtweg einmalig, da es in der Erde alein mit Erdwärme gekocht wird, die in diesem Teil der Insel São Miguel anzutreffen ist. Sie können sogar bei der Zubereitung an der Lagoa zuschauen. Und auf der Insel Terceira gibt es das Alcatra, gut geklopft, wie es die Tradition befiehlt.
Es soll noch kurz erwähnt sein, dass die Azoren zur Zeit ihrer Entdeckung Anlaufpunkt der Karavellen waren, die von ihren Orientfahrten zurückkehrten. Vielleicht ist das mit ein Grund dafür, warum die Gerichte auf den Azoren so stark gewürzt sind, in Andenken an die vielen Gewürze, die hier in jener Epoche eintrafen.
Doch können Sie diese gastronomischen Köstlichkeiten nicht probieren, ohne den passenden Wein. Ist der Verdelho der bekannteste Wein der Azoren, so gibt es dennoch auch andere, die sehr geeignet sind, um eine Mahlzeit zu begleiten, wie die Rot- und Weißweine von Pico, Graciosa, Santa Maria oder Terceira. Die Weine in Biscoitos sind dominierend, weshalb man hier auch das lokale Museum besuchen sollte. Und zum Nachtisch gibt es die unvergleichlichen Ananas oder andere süße Früchte, die hier angebaut werden.