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Sé de Braga

Sé de Braga
Die Kathedrale von Braga, der ältesten Erzdiözese Portugals, ist das wichtigste Denkmal der Stadt und gleichzeitig auch ihr Exlibris. Das Bauwerk, das wir heute sehen, wurde im 12. Jahrhundert auf Geheiß von Heinrich von Burgund und Dona Teresa errichtet, die Eltern des ersten portugiesischen Königs, Dom Afonso Henriques. Beider Grabmäler beherbergt das Innere der Kathedrale. Der Kirche musste eine kleinere weichen, wobei das Hauptinteresse damals darin lag, mit der Höhe ihrer Türme die der Kathedrale von Santiago de Compostela auszustechen. Denn damals reichte die Gerichtsbarkeit Compostelas bis in verschiedene Teile Portugals. Die Bauarbeiten unterstanden Dom Paio Mendes, dem der Hl. Giraldus und Maurício Brudino zur Seite standen, Prälaten des Mönchsklosters von Cluny (Frankreich), die die für den Ausbau des Gotteshauses zu einem Pilgerzentrum notwendigen strukturellen Maßnahmen überwachten.

Das Äußere der Kathedrale besitzt noch heute die eindrucksvolle Wirkung eines romanischen Bauwerks, obwohl natürlich die verschiedenen Jahrhunderte zu zahlreichen architektonischen Änderungen führten. Hervor zu heben sind: das Südportal (Portal do Sol - Sonnenportal genannt) und der Hauptportikus, beide romanisch, die Vorhalle, die während des 15. Jahrhundert hinzu gefügt wurde, sowie die beiden außergewöhnlichen barocken Glockentürme (18. Jahrhundert). An der Choraußenwand weckt eine Stillende Maria (Maria lactans) aus dem 16. Jahrhundert die Aufmerksamkeit des Betrachters. Es handelt sich um eine hervorragende bildhauerische Arbeit, die Nicolaus von Chanterenne zugeschrieben wird. An der gleichen Stelle findet sich auch das Wappen der Stadt.

Das dreischiffige Kircheninnere mit Chorumgang wurde entwickelt, um den Durchzug der Pilger zu vereinfachen. Später jedoch wurde es jedoch stark verändert. Im 16. Jahrhundert baute der Bildhauer João von Castilho den Hauptaltar auf Weisung des Erzbischofs Dom Diogo de Sousa wieder auf. Der Barock hielt im 18. Jahrhundert auch Einzug in die Kathedrale, vor allem bei der Verzierung der Altäre, den vergoldeten Schnitzereien und der grandiosen Orgel des Hauptaltars.  Im rechten Seitenschiff gilt das Hauptaugenmerk einem Sarkophag aus dem 15. Jahrhundert in gotisch-flämischem Stil, in dem der Infant Dom Afonso, der Sohn des Königs Dom João, begraben liegt.

Den Besuch vervollständigt die Besichtigung des Kreuzgangs, wo sich die Schatzkammer, die Königskapelle (Capela dos Reis), mit den Sarkophagen von Dona Teresa und Heinrich von Burgund befindet, die Kapelle der Nossa Senhora da Piedade, in der Dom Diogo de Sousa beigesetzt ist, sowie die Capela da Glória, in deren Zentrum der Sarkophag von Dom Gonçalo Pereira aufbewahrt wird, ein wahres Meisterwerk der portugiesischen Grabbildkunst.
Kontakte
Anschrift
Rua Dom Paio Mendes - Rossio da Sé  4700-424 Braga
Telefon
+351 253 263 317
Fax
+351 273 263 731


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