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Belmonte

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Die Strassen dieser alten Ortschaft - das erste Stadtrecht wurde ihr im Jahre 1199 durch D. Sancho I. zuerkannt - führen hinauf bis auf einen Berg, auf dem sich in schwerem Granit die Burg erhebt. Ein aus dem Jahre 1258 stammendes Dokument beschreibt die Burgkonstruktion: der hohe Bergfried, die Mauern und Balustraden, die Residenz der Festungsgouverneure. Die recht nüchterne Verteidigungsarchitektur wird nur von einem manuelinischen Doppelfenster geschmückt, das sich an der Westwand befindet. An der Oberseite von diesem Fenster befindet sich eine Armillarsphäre, als eines der wichtigsten Symbole Königs D. Manuel, und das Wappen der Familie Cabral mit der Abbildung von zwei Ziegen. Aus dem Stammbaum dieser einflussreichen Familie, stammt auch der berühmte Pedro Álvares Cabral, der 1467 in Belmonte geboren wurde und im Jahre 1500 Brasilien entdeckte.

Neben der Burg steht eine kleine, dem S. Tiago geweihte gotisch-romanische Kirche. Im Inneren befindet sich eine in Granit gehauene Pieta, die sich in ihrer schlichten Schönheit harmonisch in die einfach gehaltene Kirchenarchitektur einfügt. Ein Nebengebäude der Kirche beherbergt das Familien-grab der Cabrals. Die Asche des Pedro Álvares Cabral befindet sich allerdings in der Kirche Graça von Santarém.

In Belmonte ließ sich eine bedeutende jüdische Gemeinde nieder, die sich erheblich vergrößerte, als die katholischen Könige von Spanien 1492 das Vertreibungsedikt erließen, dem sich der König von Portugal im Jahr 1496 anschließen sollte. In dieser Zeit siedelten sich viele aus Spanien geflüchtete Juden in grenznahen Orten wie Belmonte an. Im Bairro de Marrocos sieht man noch immer die in steinerne Türrahmen eingemeißelten Symbole, welche die durch die Mitglieder der Gemeinde ausgeübten Berufe darstellen. So beispielsweise die Schere, die auf den Schneider hinweist.

Belmonte konnte sich seinen mittelalterlichen Charme beibehalten, ebenso wie die jüdischen Einwohner im Geheimen ihre Gottesdienste, Traditionen und Bräuche bis in die toleranteren Tage von heute fortführten, wovon die Erbauung der neuen Synagoge Bet Eliahu zeugt.

Auf der Strasse nach Guarda trifft man auf der linken Seite auf den etwas eigentümlichen Turm Centum Cellas, dessen Ursprung bis heute unbekannt ist.



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