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Coimbra - Lieder und Traditionen

Coimbra - Lieder und Traditionen

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Mit dem üblichen provokativen und aufrührerischen Geist der Jugend aller Zeiten ausgestattet, sind die Studenten von Coimbra auch die Erben von einzigartigen Traditionen, die von Generation zu Generation übertragen wurden.

Viele Studenten leben in den sogenannten Repúblicas, die in vielen Fällen die jeweilige Studentengemeinschaft mit der entsprechenden Herkunftsgegend verbinden.
Ihr Ursprung geht auf einen königlichen Erlass aus dem Jahre 1309 zurück, mit dem D. Dinis den Bau von Studentenhäusern im Stadtviertel Almedina vorantrieb.

Das Leben in den Repúblicas folgt strengen demokratischen Regeln, Beschlüsse können nur einstimmig gefasst werden und jedes Mitglied ist gleichermaßen für die allgemeinen Hausangelegenheiten verantwortlich. Namen wie «República do Baco» (Bacchusrepublik), «Kágados» (Schlammschildkröten / listige Burschen), «Palácio da Loucura» (Palast der Verrücktheit) oder «Ninho dos Matulões» (Faulenzernest) offenbaren den Humor der Bewohner und bleiben somit in deren sehnsüchtiger Erinnerung bis ans Ende ihres Lebens.

Am Beginn eines jeden Studienjahres stehen die Latadas. Hier handelt es sich um Umzüge durch die Straßen Coimbras, an denen auch die caloiros (Schüler des ersten Studienjahres) teilnehmen und an deren Füßen Blechbüchsen festgebunden werden, die einen enormen Lärm erzeugen. Der ganze Festmarsch endet am Fluss Mondego, wo die älteren Studenten ihren caloiros mit Nachtgeschirr die Taufe erteilen.
Die Latadas gehen auf das 19. Jahrhundert zurück und wurden von Studenten der Theologie und des Rechts eingeführt. Diese beendeten normalerweise das Studienjahr früher als die Studenten anderer Fakultäten und machten den ganzen Krach, um die Studenten, die mitten im Examen waren, um den Verstand zu bringen.

Das studentische Leben beinhaltete auch verschiedene Praxes mit der Bestimmung, die Widerstandskraft der Neulinge zu testen. Die Porta Férrea war einer der Orte, an dem früher dieser akademische Brauch, mit dem jedes neue Studienjahr begann, durchgeführt wurde. Die älteren Studenten stellten sich in zwei Reihen auf und warteten unter furchterregendem Lärm auf die Neulinge, die dann unter einigen Fußtritten und Stößen ihren Gang zu absolvieren hatten.
Ein anderer nur für Coimbra typischer Brauch war die Tourada, bei der die Studenten mit einer lautstarken Manifestation die Professoren erwarteten, die erstmalig einen Lehrstuhl innehatten.

Das Ende eines jeden Studienjahres ist von der Queima das Fitas gekennzeichnet. Die Studienabgänger übergeben die Geschäftsbereiche den Studienabgängern des nächsten Jahres und zerreißen ihre typische Studententracht, ein Akt, der symbolisch das Ende des akademischen Lebens einläutet. Anschließend folgt ein farbenfroher Umzug, bei dem es nicht an vielen ironischen Anspielungen auf die Eigenarten der Universitätsprofessoren fehlt.

Ein künstlerischer Ausdruck des Studentenkollektivs ist der sogenannte Orfeão de Coimbra, ein berühmter Chor, der 1880 von João Arroio gegründet wurde und auch heute noch viele internationale Auftritte zu absolvieren hat. Ein anderer künstlerischer Höhepunkt unter den Studenten ist der Fado oder Gesang von Coimbra.


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