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Die westliche Eingangspforte

Gondramaz
Foto: Turismo Centro de Portugal
Foto: Turismo Centro de Portugal

An der Westflanke der Serra da Lousã liegen drei Ortschaften, die eine erste Visitenkarte für den "Verbund der Schieferdörfer" abgeben, falls man aus dieser Himmelsrichtung anreist.

Beginnen Sie mit dem Dorf Casal de São Simão. Inmitten einer üpigen Vegetation verborgen, bietet dieser nur aus einer einzigen Straße mit einem Brunnen und einer Kapelle bestehende Weiler den perfekten Rahmen für ein paar Tage absoluter Ruhe – und, zwischen den hohen Felsblöcken Fragas de São Simão eingezwängt, fehlt es hier noch nicht einmal an einem Flussstrand!

Ganz in der Nähe liegt Ferraria de São João, ein weiteres Dorf, das Sie unbedingt entdecken sollten. Auf einem reizvollen Wanderweg können Sie zu Fuß dorthin gelangen und dabei Ihre Lungen mit der so überaus reinen Luft füllen, die hier geatmet wird. Das Dorf liegt auf einem Kamm der Serra da Lousã, wo das Landschaftsbild nicht nur durch Schiefer, sondern auch durch Quarz geprägt ist, wobei der Übergang zwischen diesen beiden Gesteinstypen einen höchst reizvollen Anblick bietet.

Auf Landstraßen von überbordender Schönheit erreichen Sie schließlich das dritte Dorf: Gondramaz. Die Freifläche gleich an der Ortseinfahrt, welche als Parkplatz dient, ist zugleich ein Aussichtsterrasse, der es nicht einmal an Holzbänken fehlt. Machen Sie es sich bequem und genießen Sie die Landschaft, bevor Sie die engen Gassen und die verborgenen Winkel des Dorfes erkunden. Dort wird sogleich die starke Präsenz des Schiefers spürbar, und zwar nicht nur von den Hauswänden her, sondern auch vom Boden, über den man schreitet. Beachten Sie die Farbtöne der hier in alter Handwerksmanier bearbeiteten, mit größter Sorgfalt verlegten Steine, denn in der Tat: Dieses Straßenpflaster ist ein wahres Kunstwerk!  Um sich ein Andenken an Ihren Rundgang mit nach Hause zu nehmen, sollten Sie die Steinskulpturen in Augenschein nehmen, die hier von einem lokalen Kunsthandwerker angefertigt werden.

Falls Ihnen noch ein wenig Luft verbleibt, so folgen Sie dem gewundenen Pfad, der neben dem Pátio do Xisto am Dorfrand beginnt. Dieser Weg führt Sie bis zum Penedo dos Corvos, also zum "Rabenfelsen", einem gigantischen Steinblock, der gleichsam in der Luft zu schweben scheint. Entspannen Sie sich und genießen Sie den herrlichen Blick über das endlos weite Tal mit seinen Kastanienbäumen. Mit diesem betörenden Panorama werden Sie für Ihre Mühen bestens entschädigt!


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