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Jüdisches Erbe

Pormenor de objeto com sinos
Ort: Sinagoga "Shaaré Tikvá"

Nicht versäumen
  • im Archäologischen Museum von Lissabon den Stein Pedra de Monchique kennenlernen, eine Inschrift in Hebräisch aus dem Judenviertel Monchique in Porto.
  • in Trancoso das Centro de Interpretação Judaica Isaac Cardoso (Jüdisches Erklärungszentrum) besuchen.
  • das Museu Luso-Hebraico de Abraão Zacuto (Portugiesisch-Hebräisches Museum) in Tomar besuchen, wo sich ein Gedenkstein über die Gründung der Großen Synagoge von Lissabon von 1307 befindet.
  • im Museum von Évora die Truhe (Tresor) und den Gerichtstisch der Inquisition aus dem sechzehnten Jahrhundert kennenlernen.
  • in Faro das Museum Isaac Bitton besuchen, wo eine Bar Mitzvah (Konfirmation eines dreizehnjährigen Jungen) und eine Hochzeit in natürlicher Größe nachgestellt sind.

Brechen wir auf und entdecken wir in Städtchen, Großstädten und Dörfern ein an Erinnerungsstücken reiches Erbe, das die jüdische Präsenz in Portugal wachruft.

Obwohl ältere Erwähnungen bekannt sind, war es zwischen dem fünften und fünfzehnten Jahrhundert, dass sich die sephardische jüdische Gemeinde, das heißt, Juden der Iberischen Halbinsel, auf dem Gebiet, das heute Portugal ist, niederließ und damit auf die unterschiedlichste Art und Weise zur portugiesischen Kultur beitrug. Geschützt von den Monarchen, beteiligten sich viele ihrer Mitglieder, unter ihnen Philosophen, Humanisten, Wissenschaftler und Kaufleute, aber auch einfachere Berufe wie Schuster, Schneider oder Weber, aktiv an verschiedenen bedeutenden Momenten der portugiesischen Geschichte. Hervorzuheben sind der Augenblick der Staatsgründung und ihr Beitrag bei der Besiedelung des Territoriums und später die finanziellen und wissenschaftlichen Beiträge in der Zeit der Entdeckungen. Erwähnenswert ist der große Mathematiker und Kosmograph des sechzehnten Jahrhunderts, Pedro Nunes, Erschaffer des Nonius, eines Navigationsinstruments.

Im Jahr 1496 wurden sie durch das Edikt zur Ausweisung der Juden aus Portugal dazu gezwungen, zum Katholizismus zu konvertieren und dadurch zu Neuchristen zu werden. Viele verließen das Land, aber viele andere blieben und behielten ihren Glauben heimlich bei, wodurch sie sogenannte Marranen oder Krypto-Juden wurden. Die eingemeißelten symbolischen Zeichen und Inschriften aus jener Zeit kann man noch immer an den alten Häusern der Judenviertel erkennen, deren Spuren sich in einigen Orten wie Trancoso, Belmonte, Guarda oder Castelo de Vide erhalten haben.


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